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Leichtlaufreifen

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Leichtlaufreifen – Rollwiderstand, Spritverbrauch und der richtige Kauf

Reifenwechsel steht an oder du kaufst ein neues Auto? Viele Modelle rollen heute schon ab Werk auf Leichtlaufreifen. Das hat einen guten Grund: Weniger Rollwiderstand bedeutet weniger Kraftstoffverbrauch. Ob das auch für dich der richtige Reifen ist, hängt von deinem Fahrprofil ab. Hier findest du alles was du wissen musst.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Leichtlaufreifen haben einen optimierten Rollwiderstand, bewertet im EU-Reifenlabel mit Klasse A oder B

  • Bis zu 7,5 % Kraftstoffersparnis möglich (Klasse E auf A laut EU-Klassifizierung)

  • Erkennbar an: EU-Label Klasse A/B, Kürzel LRR auf der Seitenwand, Herstellernamen wie EfficientGrip, EcoContact, Energy Saver

  • Besonders für E-Auto-Fahrer interessant: bis zu 50 % mehr Reichweite bei optimiertem Rollwiderstand

  • Vielfahrer (über 15.000 km/Jahr) und Flottenfahrer profitieren am meisten

  • Bei Kurzstreckenfahrern und Gelegenheitsfahrern: kaum Unterschied im Alltag

Was sind Leichtlaufreifen?

Leichtlaufreifen, auch als Low Rolling Resistance Reifen oder kurz LRR-Reifen bekannt, sind Reifen die speziell darauf ausgelegt sind, weniger Energie beim Abrollen zu verbrauchen. Das klingt technisch, ist aber schnell erklärt.

Kurz erklärt: Wenn ein Reifen rollt, verformt er sich beim Kontakt mit der Fahrbahn und kehrt danach wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Diese sogenannte Walkarbeit erzeugt Wärme und kostet Energie. Diese Energie holt sich das Fahrzeug vom Motor, was den Kraftstoffverbrauch erhöht.

Leichtlaufreifen minimieren genau diesen Energieverlust, und zwar durch drei technische Stellschrauben:

  • Spezielle Gummimischung: Erzeugt weniger Wärme durch innere Reibung. Die Karkasse und die Lauffläche sind so abgestimmt, dass sich der Reifen weniger stark verformt.

  • Optimierte Profilgestaltung: Weniger Material das sich verformen muss. Die Karkasse ist flacher und leichter gebaut als bei Standardreifen.

  • Radiale Bauweise: Schon Standard bei Pkw-Reifen, aber bei Leichtlaufreifen besonders konsequent umgesetzt.

Das Ergebnis: Der Reifen rollt leichter, der Motor muss weniger arbeiten, du verbrauchst weniger Sprit.

Wie erkenne ich Leichtlaufreifen?

Eine einheitliche Bezeichnung "Leichtlaufreifen" gibt es nicht. Aber du hast mehrere zuverlässige Orientierungspunkte.

EU-Reifenlabel: Klasse A oder B

Seit 2021 trägt jeder neue Reifen das EU-Reifenlabel. Es bewertet drei Eigenschaften: Rollwiderstand, Nasshaftung und Außengeräusch. Für den Rollwiderstand gilt eine Skala von A bis E, wobei A der beste Wert ist.

Faustregel: Reifen der Klasse A oder B gelten als Leichtlaufreifen. Klasse C ist heute bei den meisten Standardreifen üblich. Ab Klasse D oder E bremst der erhöhte Rollwiderstand die Effizienz spürbar.

Was viele nicht wissen: Die Hersteller testen ihre eigenen Reifen. Der ADAC weist darauf hin, dass die EU-Klassifizierung eine gute erste Orientierung ist. Unabhängige Tests geben zusätzliche Sicherheit, vor allem beim Vergleich verschiedener Modelle.

LRR-Kürzel und Herstellerbezeichnungen

Manche Reifen tragen auf der Seitenwand das Kürzel LRR (Low Rolling Resistance). Den Rollwiderstandswert findest du in Fachkatalogen als RRC-Wert (Rolling Resistance Coefficient) in kg/t. Je niedriger der Wert, desto effizienter der Reifen.

Alle großen Hersteller haben eigene Seriennamen für ihre Leichtlaufreifen-Reihen:

  • Goodyear: EfficientGrip Performance: einer der bekanntesten Leichtlaufreifen im Premium-Segment

  • Continental: EcoContact 6 und UltraContact NXT, mit Fokus auf Rollwiderstand und Laufleistung

  • Michelin: Energy Saver: Klassiker im Effizienz-Segment

  • Hankook: KInERGy ECO 2 im Quality Segment mit guten Effizienzwerten

  • Weitere: BlueEFFICIENCY (Continental/Fahrzeugspezifisch), EcoControl, DriveGuard Eco

Unser Tipp: Im Reifen1+ Konfigurator siehst du das EU-Label direkt beim Produktvergleich. So findest du Leichtlaufreifen für deine Dimension ohne lange suchen zu müssen.

Wie viel Sprit spare ich wirklich?

Die ehrliche Antwort: Das hängt stark davon ab, wo du heute stehst.

Laut EU-Klassifizierung sparst du bis zu 7,5 % Kraftstoff beim Wechsel von Klasse E auf Klasse A. Auf 150.000 km Fahrzeuglebenszeit hochgerechnet: rund 750 Liter Benzin weniger. Bei aktuellen Kraftstoffpreisen ein echter Unterschied.

Konkrete Verbrauchswerte aus unabhängigen Tests:

  • Stadtverkehr: 4–6 % Verbrauchsreduktion

  • Außerorts: 3–5 %

  • Autobahn: 2–3 %

Der Unterschied liegt im Detail: Viele neue Reifen liegen heute schon bei Rollwiderstandsklasse B oder C. Wer also bereits Klasse-B-Reifen fährt und auf Klasse A wechseln will, spart deutlich weniger als der theoretische Maximalwert suggeriert. Ein Upgrade lohnt sich vor allem, wenn deine aktuellen Reifen noch in Klasse C, D oder E eingestuft sind.

Für Vielfahrer gilt trotzdem: Wer 30.000 km oder mehr pro Jahr fährt, merkt den Unterschied am Jahresende auf der Tankrechnung. Und Flottenfahrer mit mehreren Fahrzeugen sehen die Einsparung besonders deutlich.

Leichtlaufreifen und Elektroautos

Für E-Auto-Fahrer sind Leichtlaufreifen keine nette Option, sondern fast schon Pflicht. Elektromotoren arbeiten extrem effizient. Energieverluste durch den Rollwiderstand fallen deshalb stärker ins Gewicht als beim Verbrenner.

Optimierte Leichtlaufreifen können die Reichweite eines Elektroautos um 15 bis 50 % steigern, je nach Modell, Fahrprofil und bisherigem Reifen. Tesla, Volkswagen, Hyundai und andere Hersteller liefern ihre E-Modelle deshalb ab Werk mit speziellen Leichtlaufreifen aus.

Bei Elektrofahrzeugen kommt noch etwas hinzu: Viele Modelle sind auf spezifische Reifenfreigaben abgestimmt, auch in Verbindung mit dem RDKS (Reifendruckkontrollsystem). Beim Reifenwechsel solltest du diese Freigabe prüfen oder deinen Reifen1+ Partner fragen. Er lernt die RDKS-Sensoren nach dem Wechsel direkt ein.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Weniger Kraftstoffverbrauch: Bis zu 7,5 % Ersparnis je nach Ausgangslage und Fahrprofil

  • Geringere CO₂-Emissionen: Jeder gesparte Liter Benzin vermeidet rund 2,37 kg CO₂

  • Leiser im Betrieb: Viele Leichtlaufreifen sind für geringeres Außengeräusch ausgelegt

  • Oft serienmäßig bei Neuwagen: Hersteller setzen auf Leichtlaufreifen um Flottenverbrauch und CO₂-Grenzwerte zu erfüllen

  • Besonders stark bei E-Autos: Messbar mehr Reichweite

Nachteile

  • Bremswege auf nasser Fahrbahn: Der optimierte Rollwiderstand kann auf nasser Fahrbahn zu längeren Bremswegen führen. Wie groß der Unterschied ist, hängt stark vom Modell und der Nasshaftungsklasse ab. Deshalb immer beide EU-Label-Werte prüfen, nicht nur den Rollwiderstand.

  • Härteres Fahrgefühl: Die steifere Bauweise überträgt Unebenheiten direkter. Wer Fahrkomfort über Effizienz stellt, sollte das berücksichtigen.

  • Höherer Anschaffungspreis: Leichtlaufreifen kosten oft etwas mehr als vergleichbare Standardreifen. Ob sich das rechnet, hängt von deiner Fahrleistung ab.

  • Eingeschränkte Auswahl: Nicht für jede Dimension und jedes Fahrzeug gibt es ein optimiertes Leichtlaufreifen-Modell.

Für wen lohnen sich Leichtlaufreifen?

Leichtlaufreifen machen nicht für jeden gleich viel Sinn. Hier die ehrliche Einschätzung:

Klarer Vorteil:

  • Vielfahrer mit mehr als 15.000 km pro Jahr. Die Ersparnis summiert sich spürbar.

  • Elektroauto-Fahrer: Reichweitenvorteil ist messbar und relevant

  • Flottenfahrer: Bei vielen Fahrzeugen und hoher Laufleistung rechnet sich der Unterschied deutlich

  • Pendler auf langen Strecken, vor allem außerorts und auf der Autobahn

Weniger Vorteil:

  • Gelegenheitsfahrer und Kurzstreckenfahrer: die Einsparung fällt kaum ins Gewicht

  • Fahrer die aktuell schon Rollwiderstandsklasse B fahren. Das Upgrade auf Klasse A bringt verhältnismäßig wenig.

  • Fahrer mit hohem Komfortanspruch. Das härtere Fahrgefühl ist nicht jedermanns Sache.

Marken und Segmente

Leichtlaufreifen gibt es in allen Preisklassen. Hier ein Überblick:

Premium-Segment (Michelin, Continental, Goodyear, Bridgestone, Pirelli): Beste Kombination aus Rollwiderstand, Nasshaftung und Laufleistung. Testsieger bei ADAC und Automagazinen kommen häufig aus diesem Bereich. Der Preis liegt entsprechend höher.

Quality Segment (Hankook, Falken, Yokohama, Nexen): Solide Leichtlaufreifen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer nicht immer den Testsieger braucht, findet hier zuverlässige Alternativen. Auch PLATIN Tyres, die Eigenmarke von Reifen1+, ist im Quality Segment einzuordnen.

Budget-Segment: Einstiegsreifen die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ob ein Leichtlauf-Vorteil vorhanden ist, erkennst du direkt am EU-Label, Rollwiderstandsklasse A oder B.

Reifen1+ bietet ein markenunabhängiges Sortiment in allen drei Segmenten, für Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen in allen gängigen Dimensionen.

Kaufberatung: Worauf achten?

Bevor du bestellst, ein kurzer Check:

  • Dimension korrekt wählen: Deine Reifengröße steht im Fahrzeugschein oder auf der Seitenwand des alten Reifens, z.B. 205/55 R16. Genau diese Angabe in den Konfigurator eingeben.

  • EU-Label doppelt prüfen: Rollwiderstandsklasse A oder B für echten Leichtlaufeffekt. Die Nasshaftungsklasse nicht vergessen. Sie entscheidet über deine Sicherheit bei Nässe.

  • Saison beachten: Leichtlaufreifen gibt es als Sommerreifen, als Winterreifen und als Ganzjahresreifen (also Sommer- und Winterreifen im Wechsel oder ganzjährig). Die Saison-Entscheidung triffst du separat.

  • RDKS beachten: Bei Fahrzeugen mit Reifendruckkontrollsystem (RDKS) solltest du beim Reifenwechsel prüfen ob die Sensoren neu einzulernen sind. Dein Reifen1+ Partner erledigt das direkt vor Ort.

  • Herstellerfreigabe bei E-Autos: Manche Elektrofahrzeuge haben spezifische Reifenfreigaben. Im Fahrzeugschein oder beim Hersteller nachschauen. Oder den Reifen1+ Konfigurator nutzen: Er zeigt dir nur passende Reifen für dein Fahrzeug.

Passende Felgen und Kompletträder findest du bei Reifen1+ ebenfalls, inkl. RDKS-Sensor-Empfehlung direkt im Konfigurator.

FAQ

Was sind Leichtlaufreifen?

Leichtlaufreifen sind Reifen mit reduziertem Rollwiderstand. Sie verbrauchen beim Abrollen weniger Energie durch eine spezielle Gummimischung, optimierte Karkasse und reduzierte Walkarbeit. Erkennbar sind sie an Rollwiderstandsklasse A oder B im EU-Reifenlabel, dem LRR-Kürzel auf der Seitenwand oder Seriennamen wie EfficientGrip, EcoContact 6 oder Energy Saver.

Sind Leichtlaufreifen umweltschonend?

Ja, mit Einschränkungen. Weniger Kraftstoffverbrauch bedeutet weniger CO₂-Ausstoß. Das ist ein echter Vorteil, vor allem bei hoher Fahrleistung. Bei Kurzstreckenfahrern fällt der Effekt so gering aus, dass er kaum messbar ist. Die Laufleistung der Reifen selbst ist bei guten Modellen mindestens gleichwertig zu Standardreifen.

Was sind Leichtlauföle und Leichtlaufreifen?

Beides sind Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung auf unterschiedlichen Ebenen. Leichtlauföle (auch Low-Friction-Öle) reduzieren die Reibung im Motor. Leichtlaufreifen reduzieren den Rollwiderstand zwischen Reifen und Fahrbahn. Kombiniert ergibt sich ein messbarer Verbrauchsvorteil, der vor allem Vielfahrern nützt.

Sind Leichtlaufreifen umweltschädlich?

Nein. Leichtlaufreifen sind rollwiderstandsoptimiert, was Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen senkt. Leichtlaufreifen leisten einen nicht unerheblichen Beitrag für den Umweltschutz. Die Laufleistung ist bei guten Modellen mindestens gleichwertig zu Standardreifen, oft sogar besser. Ein erhöhtes Umweltrisiko durch Leichtlaufreifen ist nicht belegt.

Kann ich Leichtlaufreifen auch als Winterreifen verwenden?

Ja. Leichtlaufreifen gibt es als Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen. Für die Saison gelten die gleichen Regeln wie bei allen anderen Reifen: Winterreifen ab 7 Grad Celsius, Sommerreifen bei Temperaturen darüber. Ein Leichtlaufreifen ersetzt keine saisongerechte Bereifung.

Fazit

Leichtlaufreifen sind keine Marketing-Erfindung, sondern eine sinnvolle technische Entwicklung. Für Vielfahrer, E-Auto-Besitzer und Flottenfahrer rechnet sich der Unterschied, messbar in Kraftstoffkosten, CO₂ und Reichweite. Wer wenig fährt oder schon Reifen der Rollwiderstandsklasse B hat, sollte die Zahlen ehrlich rechnen, bevor er wechselt.

Online aussuchen, beim Experten montieren lassen. Im Reifen1+ Konfigurator gibst du deine Fahrzeuggröße ein und findest alle passenden Leichtlaufreifen mit EU-Label direkt im Vergleich. Über 700 lokale Partner in Deutschland und Österreich liefern versandkostenfrei und montieren vor Ort.

Dein Reifen1+ Partner in der Nähe berät dich persönlich, auch wenn du dir bei der Wahl zwischen den Effizienzklassen nicht sicher bist.

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