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Wohnmobil Reifen

722 (Produkte)

Das Wohnmobil steht monatelang in der Einfahrt, wird selten bewegt. Und soll dann reibungslos durch Europa rollen. Genau da fangen die meisten Fragen an: Welche Reifen passen überhaupt? Braucht es unbedingt CP-Reifen? Und wie alt darf der Gummi noch sein, wenn Profil und Optik noch gut aussehen? Dieser Ratgeber bringt Klarheit und hilft dir, die richtige Entscheidung für dein Reisemobil zu treffen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wohnmobile brauchen Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit: meist mit der Kennzeichnung C (Commercial) oder CP (Camping Pneu)

  • CP-Reifen sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. C-Reifen mit passendem Lastindex sind erlaubt

  • Reifenalter ist beim Wohnmobil oft wichtiger als die Profiltiefe. Experten empfehlen einen Wechsel nach 5 bis 6 Jahren

  • Ganzjahresreifen können sinnvoll sein. Saisonreifen, also Sommer- und Winterreifen im Wechsel, bieten aber in Extremsituationen mehr Sicherheit

  • Den Reifendruck bei beladenem Fahrzeug anpassen: Das ist einer der häufigsten Fehler bei Wohnmobilfahrern

  • AT-Reifen (All-Terrain) klingen verlockend, können aber bei hohem Fahrzeuggewicht auf Nässe zu langen Bremswegen führen

  • Online kaufen, lokal montieren: Versandkostenfrei zum Reifen1+ Partner in Deutschland und Österreich, Bezahlung erst vor Ort

C-Reifen, CP-Reifen - was bedeutet das für dein Wohnmobil?

Wohnmobile bringen viel Gewicht mit. Allein der Aufbau auf einem Fiat-Ducato-Fahrgestell, dazu Küche, Bad, Möblierung und Zuladung für die Reise - da summiert sich alles schnell auf 3.000 bis 3.500 Kilogramm. Normale PKW-Reifen sind für solche Lasten nicht ausgelegt. Deswegen kommen bei Reisemobilen Reifen mit verstärkter Konstruktion zum Einsatz.

Was ist ein CP-Reifen?

CP steht für Camping Pneu. Diese Reifen sind speziell für Wohnmobile entwickelt: Die verstärkte Unterkonstruktion erlaubt höhere Überlastreserven und einen Reifendruck von bis zu 5,5 Bar. Das ist wichtig, weil ein Wohnmobil selten exakt gleich beladen ist. CP-Reifen verkraften auch Bordsteinkanten, Schotterpisten auf Campingplätzen und lange Standzeiten besser als normale Transporter-Reifen. Eine typische Wohnmobil-Größe wie 225/75 R16 CP trägt pro Reifen über 1.450 Kilogramm.

Reichen auch C-Reifen am Wohnmobil?

Ja, und das ist weniger bekannt als es sein sollte. C-Reifen (Commercial/Cargo) sind für Nutzfahrzeuge und Transporter gebaut und ebenfalls verstärkt. Solange Dimension, Lastindex und Geschwindigkeitsindex mit den Fahrzeugvorgaben übereinstimmen, sind C-Reifen am Wohnmobil zulässig. Beim Fahrzeughersteller lässt sich dafür eine Freigabebescheinigung anfordern. Was viele nicht wissen: Es gibt erheblich mehr Auswahl und oft bessere Preise bei C-Reifen als bei reinen CP-Varianten.

Unser Tipp: Schau im Fahrzeugschein nach der vorgeschriebenen Reifengröße und dem Mindest-Lastindex. Dann kannst du sowohl C- als auch CP-Reifen sicher verwenden. Entscheidend sind die Kennwerte, nicht das Kürzel allein.

Gängige Reifengrößen für Wohnmobile auf Fiat-Ducato-Basis sind 225/75 R16 C/CP und 215/70 R15 C/CP. Für ältere oder kleinere Wohnmobile auf Citroën- oder Peugeot-Basis kommt auch 215/75 R16 C vor.

Saisonreifen oder Ganzjahresreifen fürs Wohnmobil?

Für Wohnmobile gilt dasselbe Abwägen wie für andere Fahrzeuge - mit einem entscheidenden Unterschied: Ein Reisemobil bewegt sich in der Regel deutlich seltener als ein Alltagsauto. Das verändert die Rechnung.

Sommerreifen: Für die meisten Wohnmobilfahrer die erste Wahl

Wer sein Wohnmobil hauptsächlich von April bis Oktober bewegt und über Winter einlagert, ist mit Sommerreifen optimal ausgestattet. Sommerreifen bieten bei warmen Temperaturen kürzere Bremswege auf Nässe und mehr Fahrstabilität als Ganzjahresreifen. Der Promobil-Sommerreifentest 2026 (Testgröße 225/75 R16 C) hat gezeigt: Der Vredestein Comtrac 2+ war trotz des günstigsten Preises im Testfeld der Sieger - überragende Nasshaftung und kurze Bremswege auf trockener und nasser Fahrbahn. Nokian Cargoproof C (Platz 2) punktete vor allem mit exzellenter Aquaplaningsicherheit. Beide sind im Quality Segment angesiedelt.

Winterreifen: Wichtig für Alpenreisen und Wintercamper

Wer im Herbst durch die Alpen fährt oder auch außerhalb der Sommermonate mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht Winterreifen. Saisonreifen - also Sommer- und Winterreifen im Wechsel - sind technisch immer die überlegene Lösung, wenn du das ganze Jahr oder in Regionen mit echtem Winter unterwegs bist. Wichtig seit Oktober 2024: Das Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) ist Pflicht für die Erfüllung der Winterreifenpflicht - das M+S-Zeichen allein genügt nicht mehr.

Ganzjahresreifen: Praktisch, aber mit Einschränkungen

Ganzjahresreifen eignen sich gut für Wohnmobilfahrer, die ihr Fahrzeug selten bewegen, hauptsächlich im Frühjahr und Herbst unterwegs sind und keinen Platz für einen zweiten Reifensatz haben. Der Michelin Agilis CrossClimate war im AUTO BILD-Ganzjahresreifen-Test für Wohnmobile (225/75 R16 C) klarer Testsieger - ein verlässlicher Allrounder. Wer mehr Preis-Leistung sucht: Der Rotalla Setula Van 4 Season RA05 wurde im selben Test Preis-Leistungs-Sieger und kostet rund die Hälfte des Premium-Siegers.

Klarer für Saisonreifen - also Sommer- und Winterreifen im Wechsel - entscheiden solltest du dich, wenn du:

  • im Sommer und bei Nässe möglichst kurze Bremswege erwartest

  • sportlich fährst und hohe Ansprüche an Fahrstabilität und Laufleistung hast

  • regelmäßig Alpenstrecken oder skandinavische Routen fährst

Der Reifenwechsel beim Wohnmobil kostet je nach Partner zwischen 75 und 125 Euro. Ein seriöser Partner lagert die Saisonreifen für dich ein.

Kaufberatung: Worauf es bei Wohnmobil-Reifen wirklich ankommt

Lastindex: Der wichtigste Kennwert

Der Lastindex (LI) gibt an, wie viel Gewicht ein Reifen maximal trägt. Für ein Wohnmobil bis 3.500 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht reicht ein LI von 103 (875 kg je Reifen, also 3.500 kg gesamt). Wer oft voll belädt, sollte die nächsthöhere Lastklasse wählen. Das gibt Sicherheitsreserve. Einen zu niedrigen Lastindex zu wählen ist einer der folgenschwersten Fehler beim Wohnmobil-Reifenkauf.

Reifengröße korrekt ablesen

Die Reifengröße steht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und direkt auf der Reifenflanke. Ein Beispiel: 225/75 R16 121R CP bedeutet: 225 mm Reifenbreite, 75 % Querschnittsverhältnis, Radialreifen (R), 16 Zoll Felge, Lastindex 121, Geschwindigkeitsindex R (bis 170 km/h), Camping-Pneu-Kennzeichnung.

Profiltiefe: Nicht nur auf das Gesetz verlassen

Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm Profiltiefe. Aber: Bei einem 3,5 Tonnen schweren Wohnmobil merkt man den Unterschied zwischen neuem und abgefahrenem Reifen beim Bremsweg deutlich früher. Empfehlung: Sommerreifen bei 3 mm wechseln, Winterreifen bei 4 mm. Die 1-Euro-Münze zeigt grob 3 mm, die Silberkante der 2-Euro-Münze liegt bei 4 mm.

Reifenalter und DOT-Nummer

Das ist der Punkt der bei Wohnmobilen besonders zählt. Ein Wohnmobil steht oft monatelang still - und der Gummi altert auch ohne Kilometer. UV-Strahlung, Ozon und Temperaturwechsel greifen das Material an, auch wenn das Profil noch gut aussieht. Erkennungsmerkmale: feine Risse an den Flanken oder gräuliche Verfärbungen. Beide Signale bedeuten: Reifen wechseln.

Das Herstellungsdatum findest du als vierstellige DOT-Nummer auf der Flanke. Beispiel: 1224 heißt Kalenderwoche 12, Jahr 2024. Reifenexperten empfehlen einen Wechsel nach 5 bis 6 Jahren, auch wenn noch Profil vorhanden ist. TÜV und DEKRA lassen formal bis zu 10 Jahre zu - das sollte aber nicht die Richtschnur sein.

RDKS: Reifendruckkontrolle beim Wohnmobil

Neuere Wohnmobile haben oft ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS/TPMS) an Bord. Beim Reifenwechsel müssen die Sensoren angepasst oder neu angelernt werden. Dein Reifen1+ Partner erledigt das direkt bei der Montage.

Vorsicht bei AT-Reifen am Wohnmobil

All-Terrain-Reifen (AT-Reifen) sehen robust aus und klingen nach Abenteuer. Für leichte Offroad-Ausflüge mit einem Campingvan oder einem leichten Kastenwagen können sie passen. Für schwere Wohnmobile auf Ducato- oder Sprinter-Basis sind sie aber mit Bedacht zu wählen.

Was viele nicht wissen: AT-Reifen sind für gemischten Einsatz (Asphalt + Gelände) optimiert. Das bedeutet: Das Profil verdrängt bei Nässe auf Asphalt weniger effektiv Wasser als ein reiner Straßenreifen. Bei einem Fahrzeuggewicht von 3.500 Kilogramm macht das einen spürbaren Unterschied beim Bremsweg. Der ADAC hat in einem aktuellen Test genau das gezeigt: AT-Reifen am Camper mit überraschend kritischem Ergebnis auf Nässe. Und Community-Feedback aus der Wohnmobil-Szene bestätigt das: "NIE WIEDER" ist das häufigste Fazit nach ernsthafter Erfahrung mit AT-Reifen am schweren Reisemobil.

Das heißt nicht, dass AT-Reifen grundsätzlich falsch sind. Für einen leichten Sprinter-Kastenwagen mit 2.800 kg oder einen 4x4-Campingbus auf Kleinbus-Basis können sie durchaus sinnvoll sein. Für Vollintegrierte, Alkoven-Wohnmobile oder Teilintegrierte über 3 Tonnen sind Straßenreifen die sicherere Wahl.

Reifendruck beim Wohnmobil: Der unterschätzte Faktor

Das meistgesehene Wohnmobil-Reifen-Video auf YouTube ist kein Test, sondern eine Erklärung zum Reifendruck. Das sagt viel. Wohnmobilfahrer unterschätzen regelmäßig, wie stark die Beladung den optimalen Reifendruck beeinflusst.

Kurz erklärt: Der aufgedruckte Reifendruck am Fahrzeug gilt für das zulässige Gesamtgewicht. Fährst du nur zu zweit mit wenig Gepäck, liegt das Fahrzeuggewicht deutlich niedriger. Dann kann es sinnvoll sein, den Druck etwas anzupassen. Fährst du voll beladen mit Fahrrädern hinten und allem was das Wohnleben braucht, sollte der Druck bei CP-Reifen bis zu 5,5 Bar betragen. Zu wenig Druck führt zur Reifenüberhitzung, bei einem schweren Fahrzeug mit fatalen Folgen.

Unser Tipp: Prüfe den Reifendruck immer im kalten Zustand und passe ihn an deine aktuelle Beladung an. Viele Partnerwerkstätten helfen dir dabei, die richtigen Werte für dein Fahrzeug und deine typische Beladung zu ermitteln.

Wohnmobil-Reifen Standzeit: Was du tun kannst

Wohnmobile stehen oft von Oktober bis März in der Einfahrt oder Garage. Diese Standzeit schadet Reifen mehr als das Fahren. Was hilft:

  • Reifen mit Schutzkappen oder Plane vor direkter UV-Strahlung schützen

  • Fahrzeug aufbocken oder regelmäßig (mindestens einmal im Monat) um ein paar Zentimeter versetzt abstellen, um Flachstellen zu vermeiden

  • Reifendruck während der Standzeit moderat reduzieren und vor der Saison wieder auf korrekten Wert bringen

  • Vor jeder Abfahrt einen kurzen Rundgang ums Fahrzeug machen - auf sichtbare Schäden, Risse und Druckabfall prüfen

Wohnmobil-Reifen: Marken im Überblick

Premium Segment

Im Premium-Bereich findest du Michelin, Continental, Bridgestone, Goodyear und Dunlop. Diese Marken bieten die beste Kombination aus Nasshaftung, Laufleistung und EU-Label-Bewertung. Der Michelin Agilis CrossClimate ist aktueller Ganzjahres-Testsieger für Wohnmobile (AUTO BILD). Continental VanContact Ultra und Goodyear EfficientGrip Cargo 2 sind bewährte Premium-Sommerreifen für Reisemobile. Premium-Sätze für ein Wohnmobil liegen bei 600 bis über 1.000 Euro pro vier Reifen.

Quality Segment

Das Quality Segment bietet oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Wohnmobilfahrer. Vredestein Comtrac 2+ ist aktueller Testsieger des promobil-Sommerreifentests 2026 - trotz des günstigsten Preises im Test. Nokian Cargoproof C überzeugte auf Platz 2 mit ausgezeichneter Nassleistung. Yokohama BluEarth-Van ist ein solider Ganzjahresreifen im Quality Segment. Auch PLATIN Tyres, die Eigenmarke von Reifen1+, ist im Quality Segment positioniert - eine zuverlässige Option, wenn du auf eine bekannte Hausmarke setzen möchtest. Hankook, Falken und Kumho ergänzen das Segment mit einer breiten Auswahl an C-Reifen.

Budget Segment

Im Budget Segment findest du Reifen wie Rotalla Setula Van 4 Season RA05, der im AUTO BILD-Ganzjahrestest überraschend gut abschnitt und zum Preis-Leistungs-Sieger wurde. Etwa 400 Euro für vier Reifen sind hier realistisch. Wichtig beim Budget-Kauf: Lastindex und Geschwindigkeitsindex exakt prüfen, EU-Label-Werte beachten, besonders die Nasshaftungsklasse.

Winterreifenpflicht in Deutschland und Österreich

In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht: Bei Schneefall, Glatteis, Schneematsch oder Reifglätte müssen Reifen mit Alpine-Symbol (Berg + Schneeflocke) montiert sein. Das M+S-Symbol allein reicht seit Oktober 2024 nicht mehr aus. Verstöße werden mit mindestens 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet.

In Österreich ist die Winterreifenpflicht ähnlich geregelt - bei winterlichen Fahrbedingungen ebenfalls Pflicht. Zusätzlich gibt es auf bestimmten Alpenstrecken situative Schneekettenpflicht. Wer mit dem Wohnmobil durch die Alpen fährt, sollte ein Kettenpaar an Bord haben. Weitere Länder haben eigene Regeln: Frankreich verlangt auf bestimmten Bergstraßen seit 2024 Alpine-Reifen oder Schneeketten, Slowenien hat ebenfalls klare saisonale Vorschriften. Vor der Reise lohnt sich ein kurzer Check der aktuellen Regeln im jeweiligen Reiseland.

Häufige Fehler beim Wohnmobil-Reifenkauf

  • Zu niedrigen Lastindex gewählt: Der Lastindex muss dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs entsprechen. Wer einen zu niedrigen Wert montiert, fährt rechtlich nicht zugelassen und riskiert bei voller Beladung einen Reifenschaden. Immer den Fahrzeugschein als Referenz nehmen.

  • Reifen wegen gutem Profil weitergefahren: Bei Wohnmobilen ist das Reifenalter wichtiger als die Profiltiefe. Wer Reifen mit 8-jährigem Gummi fährt weil "das Profil noch gut aussieht", unterschätzt die Alterung durch Standzeiten, UV und Temperaturschwankungen. Maximale Empfehlung: 5 bis 6 Jahre.

  • PKW-Reifen am Wohnmobil: Normale PKW-Reifen sind nicht für das Gewicht eines Reisemobils ausgelegt. Ohne C- oder CP-Kennzeichnung fehlt die Tragfähigkeit. Im Schadensfall kann der Versicherungsschutz erlöschen.

  • Reifendruck nicht beladungsabhängig angepasst: Der aufgedruckte Druck gilt für Volllast. Wer immer mit demselben Druck fährt unabhängig von der Beladung, fährt entweder mit zu hohem oder zu niedrigem Druck. Zu wenig Druck führt zur Überhitzung - besonders gefährlich bei schweren Fahrzeugen.

  • AT-Reifen am schweren Wohnmobil: Für Reisemobile über 3 Tonnen sind AT-Reifen auf nasser Fahrbahn kritisch. Die Bremswege fallen deutlich länger aus als bei Straßenreifen. Für Alkoven, Teilintegrierte und Vollintegrierte über 3 Tonnen: Finger weg von AT.

  • RDKS nach Wechsel nicht angelernt: Wenn das Wohnmobil ein Reifendruckkontrollsystem hat und der Sensor nach dem Wechsel nicht neu kalibriert wird, leuchtet die Warnlampe dauerhaft oder das System arbeitet nicht zuverlässig. Dein Reifen1+ Partner erledigt das direkt bei der Montage.

Was viele nicht wissen: drei Tipps aus der Praxis

Schneekette immer an Bord - auch mit Winterreifen

Wer mit dem Wohnmobil durch die Alpen oder nach Österreich, Frankreich oder Slowenien fährt, sollte unabhängig von der Reifenwahl ein Schneekettenpaar dabei haben. Auf bestimmten Alpenpässen und Bergstraßen gilt situative Schneekettenpflicht - auch für Fahrzeuge mit Winterreifen. Ein Paar Schneeketten kostet wenig und spart im schlimmsten Fall eine teure Umkehr oder ein Bußgeld.

Reifendruck vor jeder Reise neu prüfen - nicht nur saisonal

Die meisten Autofahrer prüfen den Reifendruck einmal im Quartal. Wohnmobilfahrer sollten das vor jeder Reise tun - und zwar im kalten Zustand, bevor das Fahrzeug beladen wird. Die Beladung kann von Reise zu Reise stark variieren: einmal Sommerurlaub mit allem drum und dran, das nächste Mal nur ein Kurztrip. Der optimale Druck variiert entsprechend. Viele CP-Reifen erlauben bis zu 5,5 Bar - das ist kein theoretischer Maximalwert, sondern bei Vollbeladung oft der richtige Wert.

Flachstellen durch Aufbocken verhindern - so geht's richtig

Wer sein Wohnmobil über Winter einlagert, sollte es entweder aufbocken oder alle zwei bis drei Wochen ein kurzes Stück vor- und zurückfahren. Reifen die monatelang auf derselben Stelle stehen, entwickeln Flachstellen - auch wenn genug Druck vorhanden ist. Aufbocken ist die sicherste Methode, erfordert aber stabile Böcke die das Fahrzeuggewicht zuverlässig tragen. Alternativ helfen spezielle Reifenunterlagen die die Druckverteilung verbessern.

Beliebteste Wohnmobil-Reifen-Größen

Die meistgekauften Wohnmobil-Reifengrößen bei Reifen1+ in Deutschland und Österreich auf einen Blick:

  • Wohnmobil Reifen 215/70 R15 C

  • Wohnmobil Reifen 215/75 R16 C

  • Wohnmobil Reifen 225/65 R16 C

  • Wohnmobil Reifen 225/75 R16 C

  • Wohnmobil Reifen 225/75 R16 CP

  • Wohnmobil Reifen 235/65 R16 C

  • Wohnmobil Reifen 235/75 R17,5

Deine Größe dabei? Im Konfigurator findest du alle verfügbaren Wohnmobil-Reifen direkt gefiltert für dein Fahrzeug - einfach Marke, Modell und Baujahr eingeben.

FAQ: Häufige Fragen zu Wohnmobil-Reifen

Was sind die besten Reifen für ein Wohnmobil?

Für Sommerreifen in der Größe 225/75 R16 C: Vredestein Comtrac 2+ (Testsieger promobil 2026) und Nokian Cargoproof C (Platz 2). Für Ganzjahresreifen: Michelin Agilis CrossClimate (Testsieger AUTO BILD). Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis lieferte im Ganzjahrestest der Rotalla Setula Van 4 Season RA05.

Welche Reifen braucht ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen?

Ein Fahrzeug bis 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht benötigt Reifen mit einem Lastindex von mindestens 103 (875 kg pro Reifen). Empfehlenswert ist die nächsthöhere Lastklasse für mehr Sicherheitsreserve. Übliche Größen: 215/70 R15 C/CP oder 225/75 R16 C/CP, abhängig vom Basisfahrzeug.

Was ist besser: C oder CP Reifen am Wohnmobil?

CP-Reifen sind speziell für Reisemobile optimiert und bieten höhere Überlastreserven sowie Luftdruck bis 5,5 Bar. C-Reifen sind eine gleichwertige Alternative, wenn Lastindex und Dimension stimmen. CP ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Wahl hängt vom Fahrzeuggewicht und Nutzungsverhalten ab.

Wie alt dürfen Reifen am Wohnmobil sein?

Reifenexperten empfehlen einen Wechsel nach 5 bis 6 Jahren - unabhängig von der Profiltiefe. Das Herstellungsdatum steht als vierstellige DOT-Nummer auf der Flanke (z.B. 1224 = Kalenderwoche 12, Jahr 2024). TÜV und DEKRA tolerieren formal bis zu 10 Jahre, aber bei Wohnmobilen mit langen Standzeiten ist früher Handeln sicherer.

Kann ich Ganzjahresreifen am Wohnmobil verwenden?

Ja, wenn sie das Alpine-Symbol (Berg + Schneeflocke) tragen. Für Fahrer, die ihr Wohnmobil selten bewegen und hauptsächlich in der Übergangszeit unterwegs sind, ist das eine praktische Lösung. Wer regelmäßig im Winter fährt oder hohe Ansprüche an Fahrsicherheit und Bremsweg im Sommer stellt, ist mit Saisonreifen - also Sommer- und Winterreifen im Wechsel - besser beraten.

Wie hoch muss der Reifendruck bei einem Wohnmobil sein?

Das hängt von der Beladung ab. Der Aufkleber am Fahrzeug gilt für das zulässige Gesamtgewicht. Bei CP-Reifen sind bis zu 5,5 Bar möglich und bei voller Beladung oft sinnvoll. Zu wenig Druck führt zur Überhitzung - eines der häufigsten und gefährlichsten Fehler bei Wohnmobilfahrern. Prüfe den Druck immer im kalten Zustand.

Sind AT-Reifen am Wohnmobil eine gute Idee?

Für leichte Campervans (unter 2.800 kg) können AT-Reifen für gemischten Asphalt-Offroad-Einsatz passen. Für schwere Wohnmobile über 3 Tonnen sind sie auf Nässe kritisch: Der Bremsweg fällt länger aus als bei Straßenreifen. Tests und Community-Erfahrungen sind hier eindeutig - für schwere Reisemobile lieber auf spezialisierte C- oder CP-Straßenreifen setzen.

So bestellst du Wohnmobil-Reifen bei Reifen1+

Bei Reifen1+ kaufst du online und lässt die Reifen beim Experten montieren, ohne Vorleistungsrisiko. Der Ablauf:

  1. Reifen im Konfigurator wählen: Fahrzeugtyp, Größe und Saison eingeben, aus dem kompletten C- und CP-Sortiment filtern

  2. Partner in deiner Nähe auswählen: Über 700 lokale Reifen1+ Partner in Deutschland und Österreich - alle mit Wohnmobil-Erfahrung

  3. Versandkostenfrei geliefert: Direkt zur Partnerwerkstatt, in der Regel in 1 bis 3 Werktagen

  4. Montage vor Ort: Inkl. RDKS-Kalibrierung, korrekter Reifendruck nach Beladung, Auswuchten und fachgerechter Entsorgung der Altreifen

  5. Erst bei Abholung zahlen: Kein Vorleistungsrisiko für dich

Passende Kategorien im Überblick:

  • Sommerreifen für Wohnmobile und Transporter

  • Winterreifen für Wohnmobile

  • Ganzjahresreifen / Allwetterreifen

  • LLKW-Reifen und Transporter-Reifen

  • Wohnwagen-Reifen

  • Kompletträder für Wohnmobile

Fazit

Beim Wohnmobil-Reifen kommt es auf drei Dinge an: den richtigen Lastindex, das passende Reifenalter und die ehrliche Entscheidung zwischen Saisonreifen und Ganzjahresreifen. CP-Reifen sind sinnvoll, aber keine gesetzliche Pflicht. AT-Reifen klingen abenteuerlich, sind für schwere Reisemobile aber oft die falsche Wahl. Und der Reifendruck ist beim Wohnmobil keine Kleinigkeit - er muss zur Beladung passen.

Finde jetzt den passenden Wohnmobil-Reifen im Konfigurator auf reifen1plus.de - oder ruf einfach in der nächsten Partnerwerkstatt an. Online aussuchen, beim Experten montieren lassen: so einfach geht Reifenwechsel heute. Dein Reifen1+ Partner in Deutschland und Österreich ist dabei.

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